Kurzgeschichte: Susanne Thiele „Davon“

Davon

Wenn ich ein Vogel wäre, denkt sie, dann einer mit großen Flügeln. Über die Spiegelfassade am Gebäude gegenüber gleitet eine Dreiecksformation. Flügel, mit denen ich fliegen kann, präzisiert sie, sonst macht es für mich keinen Sinn, ein Vogel zu sein. Ein Emu oder ein Strauß zum Beispiel, die reichten mir nicht aus, schnell laufen kann ich schon jetzt. Kurzgeschichte: Susanne Thiele „Davon“ weiterlesen

Kaffeemaschinen-Krimi

Aus dem Protokoll der Dienstbesprechung
Kaffeemaschine Krimi Tatort 1
Fundort, Tatortfoto 01

„Liebe Kollegen, heute Morgen ereignete sich eine besonders entsetzliche Tragödie, die aufgrund ihrer Aktualität das Thema unserer Besprechung sein wird.

Die Kollegen der Frühschicht, Höflich und Schmidt, wurden circa 9:30 Uhr zu einem Tatort gerufen und konnten vor Ort nur noch den Tod des Opfers, einer Kaffeemaschine mittleren Alters, feststellen. Kaffeemaschinen-Krimi weiterlesen

Die zersplitterte Muse

oder Zu viele Baustellen?

Eine Freundin warnte mich vor einiger Zeit, nachdem ich ihr enthusiastisch von all meinen Projekten und Ideen und Plänen erzählt hatte: „Pass auf, dass es nicht zu viele Baustellen werden!“ – Und sie hatte damit geradewegs ins Schwarze getroffen, den Nagel mit Schmackes mitten auf den Kopf quasi, sodass ich schließlich über das Für und Wider von mehreren Projekten, an denen man gleichzeitig arbeitet, nachdenken musste. Die zersplitterte Muse weiterlesen

Kolumne: Das Diktat

Das Diktat
Das Diktat Statue
Diktatorenstatue

Ein Diktat ist laut Duden „etwas, was jemandem (von außen) aufgezwungen wird“. Ein Diktator ist folglich jemand, der etwas diktiert.
Ich habe mich in den einschlägigen Medien über die Trends informiert und möchte nun auch einmal ein Diktator sein. Und da ich vermutlich nie Deutschunterricht in einer Schule geben werde, nutze ich die Gelegenheit, an dieser Stelle ein Diktat zu diktieren.
Sind Stift und Papier bereit? Es geht los: Kolumne: Das Diktat weiterlesen

Kurzgeschichte: Susanne Thiele „Neben mir“

Neben mir

Im Sommer, als der Boden gefroren war, installierte Herr Bronski, mein Nachbar, eine Rotlichtlampe über einem Stück Erde.
Zuerst kam er mit einer Kabelrolle in der Hand aus dem hinteren Kellerausgang des Reihenhauses, in dem er gemeinsam mit Frau Bronski lebte, und rollte auf seinem Weg zu dem vor Kälte starren Beet das Verlängerungskabel Schritt für Schritt behutsam ab. Kurzgeschichte: Susanne Thiele „Neben mir“ weiterlesen

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